Emissionen

Regulatorische CO2-Emission versus reale CO2-Emission bei der Verbrennung von Altholz.

a)Bei der regulatorischen Bewertung wird vorerst für die

Altholzverbrennung kein CO2-Emissionsfaktor angesetzt, es wird nur die CO2 Enstehung für Transport, Häckselung etc. berücksichtigt. (Stand 2024).

Die Praxis ist zunehmen in Kritik geraten, weil das CO2 das durch die Verbrennung eines Baumes entsteht Jahrzehnte benötigt, um durch einen neuen Baum gebunden zu werden. Die Zeiträume sind zu lang, um den Klimawandel zu verhindern. Schon seit 2022 ist Altholz künftig nicht mehr
grundsätzlich [von der CO2-Bepreisung ] ausgenommen. Eine neue EU-Richtline RED III (Bundeswirtschaftministerium 1/7/2026) verpflichtet die Mitgliedstaaten, die Förderung von Strom aus Holzbiomasse zu beschränken, Förderanträge werden eingeschränkt.

b)Bei der realen Altholzverbrennung berücksichtigt das Umweltbundeamt die spezifische CO2 Emissionswerte.

Im Fall des Heizwerks in der Grauhalde mögen zwar für den Investor Iqony die regulatorischen CO2 Emissionen von Bedeutung sein, für Schorndorfs Schüler, Sportler und Anwohner ist jedoch die reale CO2 Emission vor Ort von Bedeutung.

Real stößt das Altholzheizwerks 25 % mehr CO2 aus als die Heizungsanlagen vorher (Verhältnis: 4,41: 3,51)1

Zusätzlich belastet es die Menschen mit Schadstoffen, wie Feinstaub, CO, Stickoxiden, krebserregenden polyzyklischem aromatischen Kohlenwasserstoffen (PACs) und flüchtigen organische Verbindungen (VOCs) für die keine Grenzwerte angegeben werden könne (MAC).

Das Umweltbundeamt sieht in Wärmepumpen und Wärmenetzen die vielversprechendsten Heiztechniken.

Zum Vergleich: Ein typisches Windrad erzeugt 3-6MWh Strom. Wärmepumpen haben eine Jahresarbeitszahl von ca. 3, sprich 3MWh Elektrizität können 9MWh Wärme fördern.

Quellen:

-https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/479/publikationen/factsheet_ansatz_zur_neubewertung_von_co2-emissionen_aus_der_holzverbrennung_0.pdf

https://oekologisch-erfolgreich.de/emissionen-durch-holzverbrennung/

-Verbrennung von Altholz wird komplizierter | Forstpraxis 1 of 7;https://www.forstpraxis.de/verbrennung-von-altholz-wird-komplizierter

https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2026/07/20260701-reform-der-biomasseverordnung.html

Anhang zum Nachrechnen:

1Angaben von Iqony (6.5.26) in MWh,je Gas:Künkelin/Klinikum/Schulen/Öl:Klinkum/Hochhäuser)

Vor Heizwerk :(1+3+3+0,72+0,66)*0,25+(3+1,6)*0,31. Mit Altholzheizwerk: (1+3+3+0,72+0,66)*0,34+(3+1,6)*0,34

Emissionen im Detail: Was entsteht bei der Holzverbrennung?

Bei der Verbrennung von Holz entstehen verschiedene Schadstoffe. Dazu zählen:

Feinstaub (PM10 und PM2,5): Diese winzigen Partikel gelangen tief in die Lunge und können Atemwegserkrankungen verursachen. Besonders in dicht besiedelten Gebieten trägt Holzverbrennung erheblich zur Feinstaubbelastung bei.
Kohlenmonoxid (CO): Dieses geruchlose Gas entsteht bei unvollständiger Verbrennung und kann in geschlossenen Räumen schnell gefährlich werden.
Stickoxide (NOₓ): Diese Gase tragen zur Bildung von bodennahem Ozon bei, das die Luftqualität verschlechtert.
Flüchtige organische Verbindungen (VOCs): Diese Verbindungen fördern die Entstehung von Feinstaub und Smog.

Ein weiteres Problem sind polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAKs), die bei niedrigen Verbrennungstemperaturen entstehen. Diese gelten als potenziell krebserregend.
Klimabelastung durch Holzverbrennung

Die Annahme, dass Holzverbrennung klimaneutral sei, ist nur bedingt richtig. Zwar bindet ein Baum während seines Wachstums CO₂, das bei der Verbrennung wieder freigesetzt wird. Doch zusätzlich entstehen Methan (CH₄) und Lachgas (N₂O), die ein Vielfaches der Klimawirkung von CO₂ haben.

Laut Studien ist der CO₂-Ausstoß pro Wärmeeinheit bei der Holzverbrennung sogar höher als bei Erdgas oder Heizöl, vor allem bei ineffizienten Anlagen. Das liegt daran, dass Holz eine geringere Energiedichte besitzt und oft weniger effizient verbrannt wird.

[..]

Zukunftsperspektiven: Holz als Energiequelle?

Die Zukunft der Holzverbrennung wird kontrovers diskutiert. Einerseits wird Holz als nachwachsender Energieträger geschätzt, andererseits belasten die Emissionen Luft und Klima. Langfristig könnten emissionsfreie Technologien wie Wärmepumpen oder Solarenergie eine bessere Alternative darstellen.

Altholzverbrennung von MDF Platten?

MDF-Platten sollen im Heizwerk Grauhalde Schorndorf verbrannt werden. Das sind sogenannte mitteldichte Holzfaserplatten (MDF-Platten), wie man Sie aus Fertigmöbeln kennt.

SIe beinhalten ca. 10% Klebstoffe und Zusatzstoffe, die bei der Verbrennung giftige Substanzen erzeugen.

Klebstoffe

Zumeist werden Harnstoff-Formaldehyd-Harze (Harnstoffharze, Urea-Formaldehyde UF) zur Beleimung eingesetzt. Diese Harze können mit Melamin oder Phenol verstärkt sein, um die Feuchtebeständigkeit der Leimverbindung zu verbessern. Nur in seltenen Fällen werden Isocyanate (Polymeres Diphenylmethandiisocyanat – PMDI) als Leimsystem eingesetzt. In neueren UF-Leimsystemen wird der molare Anteil an Formaldehyd gegenüber dem Harnstoff immer weiter reduziert, um die gesetzlichen Vorgaben bezüglich der Formaldehydemissionen von Holzwerkstoffen (Klasse E1, E2 in Europa[2], CARB in den USA[3] bzw. F**** („F-4-Star“) in Japan) einhalten zu können.

Zusatzstoffe

Zusatzstoffe werden aus unterschiedlichen Gründen eingesetzt. Paraffin, das den größten Anteil der Zusatzstoffe ausmacht, wird in Form von Schmelzwachs oder Paraffinemulsion eingesetzt, um die Quelleigenschaften der Platte zu verbessern. Harnstoff wird zum Teil bei den klassischen Formaldehydleimen als Fänger eingesetzt, um die Formaldehydemissionen der Platte zu reduzieren. Ammoniumsulfat oder auch Ammoniumnitrat werden als Härter für eine schnellere Abbindung von Formaldehydleimen eingesetzt. Farben werden häufig zur Kennzeichnung besonderer Eigenschaften wie Quellvergütung oder Brandschutzvergütung zugesetzt, können jedoch ebenso aus dekorativen Gründen in Form einer vollständigen Durchfärbung eingesetzt werden. Bei Bedarf kommen weitere Chemikalien zum Einsatz, welche aufgrund der Kosten nur bei Erfordernis eingesetzt werden.

Fungizide oder Insektizide werden zum Teil eingesetzt, um die MDF-Platten gegen Insekten- oder Pilzbefall zu schützen. Hierfür kommen zumeist chrom- oder borhaltige Chemikalien zum Einsatz. Durch andere Zusatzstoffe behandelte MDF genügen in Deutschland den Baustoffklasse B1 nach DIN 4102 Teil 4 und gelten als schwer entflammbar. Daneben können zahlreiche weitere Zusatzstoffe zur Anwendung kommen.

Quelle:https://de.wikipedia.org/wiki/Mitteldichte_Holzfaserplatte, 4.8.2026

Verbrennung von Altholz wird komplizierter (CO2-Abgabe)

Verbrennung von Altholz wird komplizierter
zitiert aus: Marc Kubatta-Große
am 25. Oktober 2022 – 07:00 Uhr
“Verbrennung von Altholz wird komplizierter | Forstpraxis 1 of 7;https://www.forstpraxis.de/verbrennung-von-altholz-wird-komplizierter…
In der vergangenen Woche fand im Bundestag die abschließende Beratung zum Brennstoffemissionshandelsgesetz
(BEHG) statt. Es regelt, für welche Brennstoffe eine CO2-Bepreisung stattfindet. Altholz ist künftig nicht mehr
grundsätzlich davon ausgenommen.”